Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse nahm am Donnerstag vor dem ersten Advent im Beisein vieler prominenter Parlamentarier den schon traditionellen Lebenshilfe-Weihnachtsbaum in Empfang. In diesem Jahr wurde der Baumschmuck von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Seelze gefertigt. Eine richtig schöne Feier! Und dazu trug auch die festliche Musik der integrativen Veeh-Harfengruppe aus der Werkstatt Donau-Iller der Lebenshilfe in Senden bei. Lebenshilfe-Bundesvorsitzender Robert Antretter war beeindruckt vom guten Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker. Die Gäste mit und ohne Behinderung ließen sich noch gemeinsam Punsch und Gebäck schmecken.
Der bundesweit tätige Verband Lebenshilfe warnt vor der Mitleidsmasche bei Haustür- und Telefongeschäften. Vorsicht ist gerade jetzt geboten, wenn in der Vorweihnachtszeit damit geworben wird, dass die Artikel von Menschen mit Behinderung hergestellt wurden oder der Verkaufserlös behinderten Menschen zugute kommt. Wer an Produkten aus Werkstätten für behinderte Menschen interessiert ist, sollte besser das Angebot von Behindertenwerkstätten in der Region nutzen, die oft eigene Läden betreiben und mit Ständen auf Weihnachtsmärkten vertreten sind.
Seit Juli hat Deutschland den Zivildienst mit der Wehrpflicht abgeschafft. Es gibt aber verschiedene Freiwilligendienste, die von der Lebenshilfe bundesweit angeboten werden: das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Berufsvorbereitende Soziale Jahr (BSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Der BFD ist ganz neu. Deshalb verlief sein Start auch holprig.
Immer, wenn die Mutter eine der schönen Holzkisten aus dem Regal nimmt, ist Max die Vorfreude deutlich anzusehen. Max hat eine schwere Behinderung. Er sitzt zurückgelehnt in seinem Rollstuhl. Seine jüngere Schwester Hanna hockt neben ihm und schaut aufmerksam zu, wie ihre Mutter das Märchen von Hänsel und Gretel so erzählt, dass der große Bruder es verstehen kann.
Die Lebenshilfe Nürnberger Land will die erste öko-soziale Lebenshilfe werden. Bereits seit Januar 2011 verzichtet sie in ihren Werkstätten, dem Förderzentrum, beim Familienentlastungsdienst, den Tagesstätten und der Hauptverwaltung in Lauf-Schönberg auf Atomstrom und hat einen Ökostrom-Liefervertrag aus Windenergie und anderen alternativen Energien abgeschlossen.