Vor zehn Jahren trat das Sozialgesetzbuch (SGB) IX in Kraft. Damit wurden die wesentlichen rechtlichen Grundlagen zu den Themen Teilhabe und Rehabilitation für Menschen mit Behinderung festgelegt. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber die Schaffung von interdisziplinären Frühförderstellen (IFF) vorgesehen.
Das zehnjährige Bestehen des SGB IX am 01. Juli 2011 möchte die Bundesvereinigung Lebenshilfe nutzen, um auf die mangelhafte Umsetzung der Frühförderung als Komplexleistung und auf Veränderungsbedarfe öffentlichkeitswirksam hinzuweisen.
Die Lebenshilfe und das Familienministerium der Bundesregierung haben in Kassel eine gemeinsame Tagung veranstaltet. Es ging darum, wie behinderten oder in Not geratenen Kindern geholfen werden kann. Und darum, wie Behörden und Vereine besser zusammenarbeiten können.
Erstmals auf Bundesebene tauschten sich bei der gemeinsamen Tagung der Bundesvereinigung Lebenshilfe und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) Fachkräfte der Behindertenhilfe mit denen der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens aus.
Mein Name ist Inga Borchardt, und mein Sohn Enno wurde im März 2003 unter sehr schwierigen Bedingungen in der Uniklinik Kiel geboren. Nicht zu früh, aber sehr krank. Wie wohl jeder in dieser Situation waren auch wir nicht darauf vorbereitet und mussten uns erst mal in unserem neuen Leben zurechtfinden.